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Das Märchen ist so utopisch nicht und die Sprache ist eindeutig dem
Märchen- und und Fantasy- Genre zuzuordnen: Gantasy?! Der Autor, der
von sich selbst sagt, er habe weder Lösungen noch Rezepte, erhebt
abwechselnd den mahnenden Zeigefinger und den Stinkefinger. Das
Thema Genforschung- Manipulation liegt im Trend und die Kritiken zum
Hörbuch waren durchweg positiv. Warum auch nicht? Die Sache ist nur
die, was soll schlimmer werden bei einer Menschheit, die überwiegend
aus leicht manipulierbaren und fremdgesteuerten Zombies besteht?
buchintern.de Wolfgang Fienhold
Spannend zwar, aber nicht gerade romantisch, Bernhard Ganters
visionäre Geschichte um David, eine perfekte Genmanipulation.
Gelesen von dem bekannten Schauspieler Charles M. Huber (aus der TV
Serie Der Alte). Er lässt mit seiner dunklen, kühlen Stimme
Schauer über den Rücken laufen.
TZ München Ulrike Schmidt
Schmerzende Realität. Die Angst um die Würde des Menschen, die
Ohnmacht, oft machtlos zu sein im Gefüge der politischen
Wirklichkeit – davon lässt sich Bernhard Ganter in seinem utopischen
Märchen leiten. Wut ist dabei, auch wenn es verständlich wäre, nicht
sein Ausdrucksmedium, vielmehr überkommt den Zuhörer grenzenlose
Trauer. Das Versagen Davids wird unweigerlich das Eigene, und der
Wunsch, nach einer friedvollen Welt pflanzt sich bis zum Ende des
Hörbuchs fort. Der Wunsch, aus dieser utopischen, aber
allzu wahren Geschichte auszubrechen wird dem Zuhörer verwehrt.
Flucht ist nicht möglich. In klarer, manchmal fast makaber
anmutender Sprache zwingt Ganter den Betrachter, die schmerzende
Realität zu durchstehen.
Süddeutsche Zeitung/ Kultur – Nicole Graner
So
abstrakt und doch real, dass Angst ins Ohr kriecht. Es ist nicht
weit nach Gentopia. In aufrüttelnder und erschreckender Weise
erzählt der Schriftsteller ein modernes Märchen, von Gentechnologie
und Missbrauch – und über die größeren Zusammenhänge. Nein, es wird
wohl kein Honigschlecken, diese Hörbuch CD im Ohr.
Forum Kultur / Bernd Wagner
Kann
David, perfektes Reagenzgeschöpf mit einer Maschinenmutter, die Erde
retten und die Menschheit erlösen aus ihrem Teufelskreis aus Armut,
Unterdrückung und Vergiftung in der Welt, in die sie immer
weiterreichende Erfindungen der Wissenschaft gestürzt haben? Oder
sind es die Menschen selbst, die durch ihr Streben nach immer mehr
Besitz, nach der Vorherrschaft über andere die Erde zerstören.
Erfindungen und wissenschaftlicher Fortschritt nur Mittel zum Zweck,
die außer Kontrolle gerieten?
Freisinger Tagblatt / Münchner Merkur –
Daniela Seulen
Bernhard
Ganter provoziert, klagt an, hinterfragt, forscht und verurteilt.
Man merkt, dass es in dem Hörbuch nicht allein um Genpolitik sondern
um Menschheitsgeschichte geht. Der Schriftsteller rüttelt wach,
zwingt zum Nachdenken. Und zwar über Fragen wie: Ist nicht jede
Entdeckung, jede Erfindung bipolar? Wurden seit der Entdeckung des
Feuers nicht nur Unterkünfte gewärmt sondern auch Menschen
verbrannt, in der Eisenzeit nicht nur Pflugscharen, sondern auch
Schwerter geschmiedet. Steht der Segen jeder Entwicklung nicht in
Proportion zur Gefahr, die von ihr ausgeht? Muss die Menschheit
aufhören zu forschen und zu erfinden – oder kann die Bipolarität
aufgehoben werden – und was passiert dann? Ist der genmanipulierte
Mensch gar Teil der Evolution? Bernhard Ganter liefert in seinem
Hörbuch einen Anlass, um darüber nachzudenken.
Samstagsblatt München/ Kultur – Klaus Hackl
Auszug
aus dem Interview mit dem Schauspieler Charles M. Huber: Sie gaben
Bernhard Ganters Geschichte Ihre Stimme. Was hat Sie gereizt, dieses
Hörbuch zu sprechen? Charles M. Huber: Das Thema gefiel mir. Und ich
sehe, dass die Message mittlerweile andere Leute auch begriffen
haben. Ich denke dabei an die weltweite Protestbewegung der
Globalisierungsgegner.
Journal
Obwohl
die Utopie vorerst Wirklichkeit wird, konnten die Zuhörer sich
jedoch sichtlich nicht von einem unguten Gefühl befreien. Und so
blieb am Ende des Hörspiels nur das leere Rauschen der
Lautsprecherboxen und nachdenkliche Stille. Erst nach einigen
Atemzügen wachten die Zuhörer wieder auf und spendeten dem Autor
wohlverdienten Applaus.
SZ / Lesung – Katharina Teimer
Ganter
zeigt Philosophischerweise auf, dass die Geschichte sich immer
wieder so oder ähnlich wiederholen wird. Denn der Mensch ändert sich
nicht. Neue Götter oder Übermenschen werden geboren, und der
Kreislauf kann von vorne beginnen. Es ist ein Märchen für
Erwachsene, oder für solche, die vorhaben, es zu werden. Musik und
Wort gehen eine Einheit ein, die Sphärenklänge verleihen dem Text
eine besondere Eindringlichkeit.
Münchner
Merkur/ Johanna W. von Schutter
"Es ist nicht weit
nach Gentopia" wurde im Dez. 2004 mit großem Erfolg u.a. auch in der Hörspielreihe von
"Radio Lora"
in ungekürzter Fassung gesendet (Wiederholung Juni 2005) |